"Aktion Gebärdensprache"

Zu dieser besonders eindrucksvollen ganztägigen Aktionsveranstaltung "Gebärdensprache ist Menschenrecht!" strömten ungefähr 12.000 gehörlose, schwerhörige und hörsehgeschädigte Demonstranten aus dem Bundesgebiet und auch aus den benachbarten Ländern auf das zwischen dem Hauptbahnhof und dem Reichstagsgebäude gelegene Gelände. Darunter befanden sich ungefähr 1000 Nordrheinländer und Westfalen, die mit 12 Bussen und den Bahnen angereist kamen.

 

Auch Vorsitzender Frank Köllen und LG-Rundschau-Mitarbeiter Klauspeter Peiker waren als Vertreter des Landesverbandes der Gehörlosen NRW anwesend. Eine 45-köpfige Jugendgruppe vom Hörgeschädigten-Berufskolleg Essen wurde von der Erzieherin Katrin Müller und Gebärdensprachdozentin Stefanie Lechtleitner sowie von Kp. Peiker begleitet. Um 14 Uhr begann der lebhafte Aktionstag mit bunten Darbietungen, der von den Berliner KoordinatorInnen Katja Fischer und Kilian Knörzer eröffnet wurde. Die Eröffnungsrede hielt DGB-Präsident Rudolf Sailer ab. Ihm folgte Hubert Hüppe, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, mit seiner Rede.

 

Dieser CDU-Politiker war seit 1991 Abgeordneter des Deutschen Bundestages und hat sich dort in vielfältiger Weise in der Behindertenpolitik engagiert. Zu den Gastrednern gehörte auch der hörgeschädigte Prof. Dr. Christian Rathmann vom Institut für Gebärdensprachen und Gebärdendolmetschen an der Universität Hamburg. Dann zog der ungefähr drei Kilometer lange und schillernde Demonstrationszug, eskortiert von der Polizei und begleitet von vielen Ordnern und Helfern, ca.5 Kilometer weit durch Berlin-Mitte bis zur Friedrichsstraße, wo das Berliner Gehörlosenzentrum steht. Dort herrschte zum denk-würdigen Abschluss eine große Partystimmung mit viel amüsanter Unterhaltung.